Entsperren des iPhones ist in den USA jetzt legal
In den USA dürfen iPhone-Nutzer die Sperre auf ihrem Kulthandy nun ganz legal umgehen. So lässt sich das iPhone künftig nicht nur mit fremder Software bestücken, auch beim Mobilfunkanbieter hat man nun freie Hand.
San Francisco (afp/red) – Besitzer eines iPhones in den USA dürfen ihr Smartphone jetzt ohne schlechtes Gewissen entsperren. Die US-Behörde für Urheberrecht erlaubte am Montag (Ortszeit), die vom Computerkonzern Apple verhängte Sperre zu umgehen. Damit können Nutzer nun frei ihren Telefonanbieter wählen und sind nicht mehr an den Konzern AT&T gebunden. Vor allem aber ist nun auch die Installation von Mini-Programmen, sogenannten Apps, möglich, die nicht von Apple autorisiert worden waren.
Apple war seit dem Start des höchst erfolgreichen iPhones für die vielen Einschränkungen kritisiert worden, die für das Telefon gelten. So vermarktet Apple das Smartphone in vielen Staaten exklusiv über einen Mobilfunker, womit zusätzlich zum Kaufpreis oft sehr hohe zusätzliche Gebühren anfallen.
Die beliebten Apps zur Erweiterung der Funktionen des iPhones lassen sich zudem nur über den von Apple betriebenen AppStore installieren. Aus diesem Onlineladen sperrt Apple aber dem Konzern unliebsame Programme aus. So beschwerten sich etwa deutsche Medien über strenge Vorgaben zu den Inhalten ihrer Apps; andere Internetbrowser sind nicht erhältlich, und die von vielen Internetseiten eingesetzte Flash-Technik funktioniert auf dem iPhone nicht.
Die Urheberrechts-Behörde in den USA habe bei seiner Revision des Urheberrechts nun erkannt, dass diese bisherigen Beschränkungen bei Apple "vorrangig darauf abzielten, Kunden an ihre derzeitigen Netzbetreiber zu binden und nicht darauf, geistiges Eigentum zu schützen", erklärte die Internetrechte-Gruppe EFF.
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