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Für wen sich eine umfassende Handy-Flatrate lohnt

Teaser 028Auf den ersten Blick scheint es ganz klar: Wenn die monatlichen Telefonkosten über 90 Euro liegen, sollte man umsteigen. Doch so einfach ist die Sache nicht. Wir haben nachgerechnet und sagen Ihnen, wer ein Kandidat für die neuen unbeschränkten Handy-Flats ist und wer eher nicht!

Nun ist also die zweite echte Handy-Flatrate auf dem Markt. Außer von freenet, die einen Tarif im o2-Netz anbieten, hat nun auch die E-Plus-Tochter Base eine Flatrate in alle fünf deutschen Netze im Programm. Passenderweise nennt sich die Flat denn auch "Base 5". Mit diesem Tarif kann man ohne Beschränkungen in die vier deutschen Handynetze und ins deutsche Festnetz telefonieren. Das kostet 90 Euro im Monat - ohne Handy.

Ein ganz ähnlicher Tarif kommt von freenetMobile und nennt sich "free flat XL". Wer diesen Tarif bucht, der ebenso wie das Base-Angebot ab 1. April zu haben ist, zahlt 89 Euro und hat auch hier kein subventioniertes Handy. Ein dritter vergleichbarer Tarif, der allerdings auf 3000 Minuten im Monat beschränkt ist, kommt von debitel.

Für wen lohnt sich solch eine "echte Flatrate"?

Für alle, deren Telefonrechnung 90 Euro übersteigt - sollte man meinen. Doch so einfach ist die Sache nicht. Sicherlich, wer so gut wie nie ins Ausland telefoniert, kann seinen Festnetzanschluss getrost kappen, und die Rechnung geht auf. Denn in den Flatrate-Tarifen sind nur Gespräche im Inland enthalten, Telefonate ins Ausland gehen extra. Auch Sondernummern, also beispielsweise Anrufe bei Auslandsdiensten oder bei einem Versandhandel, sind nicht im Pauschalpreis mit drin und müssen extra gezahlt werden. Da solche Anrufe vom Handy aus in der Regel deutlich teurer sind als vom Festnetz aus, kann das ganz schön ins Geld gehen.

Die Anrufenden legen drauf

Ein Problem bleibt allerdings, selbst wenn man nie ausländische Netze oder Sondernummern antelefoniert: Zu den genannten Flatrate-Tarifen gibt es keine Festnetznummer von den Anbietern, unter der man sich anrufen lassen kann. Soll heißen, jeder Anrufer zahlt einen Anruf zum Handy und eben keinen Anruf zum Festnetz, was in den meisten Tarifen erheblich teurer ist.

Fazit

Blindlings drauflosbuchen ist also - wie eigentlich immer - nicht angesagt. Wessen Handyrechnung allerdings in der Vergangenheit förmlich zu explodieren drohte und wer die oben geschilderten Probleme nur vom Hörensagen kennt, der kann sich freuen und ist sicher ein geeigneter Kandidat für die neuen Tarife. Alle anderen sollten lieber abwarten und rechnen. In vielen Fällen reicht der Umstieg in einen günstigen Discounttarif oder die Buchung einer beschränkten Flatrate.


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